Residency-Programm "Visa Paris - Munich" - internationaler Designaustausch zwischen München und Paris

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Mit dem Residency-Programm „Visa Paris – Munich“ haben Kreativ München und das Bureau du Design, de la Mode et des Métiers d’Art – Les Ateliers de Paris (BDMMA) ein zukunftsweisendes Austauschformat für Designer*innen aus Deutschland und Frankreich etabliert. Das Programm ermöglicht es Kreativschaffenden, mehrere Monate im jeweiligen Partnerland zu arbeiten, lokale Design-Ökosysteme kennenzulernen und tragfähige internationale Netzwerke aufzubauen.

Entstanden ist „Visa Paris – Munich“ 2025 aus dem RUFFINIHAUS Creative Hub, dem Inkubator von Kreativ München für die Kultur- und Kreativwirtschaft. Das Programm setzt bewusst auf kuratierte Arbeitsorte, persönliche Begegnungen und die enge Anbindung an lokale Institutionen, Manufakturen und Unternehmen der Designszene.

Austausch auf Augenhöhe: Paris  München
Den Auftakt des Programms machte der französische Industriedesigner Julien Gorrias mit seinem Studio Carbone14, der von März bis Mai 2025 als Guest Resident aus Paris im RUFFINIHAUS Creative Hub in München arbeitete. Im Gegenzug wurde die Münchner Produktdesignerin Aurelia Pleyer als Guest Residentin ausgewählt und bezog von September bis November 2025 einen Arbeitsplatz im Pariser Inkubator Les Ateliers de Paris.

Die Auswahl der Stipendiat*innen in München erfolgte über ein Juryverfahren, vertreten durch Nadine Vicentini (Geschäftsführerin Bayern Design), Matthias Harbeck (Präsidium Art Directors Club) und Dr. Olaf Kranz (Leiter Kreativ München).

Julien Gorrias in München: Vernetzung und europäische Perspektiven
Während seiner Residency tauchte Julien Gorrias intensiv in die Münchner Kreativszene ein. Das RUFFINIHAUS Creative Hub mit rund 30 Unternehmen aus Architektur, Design, Film und bildender Kunst bot dafür ein interdisziplinäres Umfeld, das Austausch und Zusammenarbeit förderte.

Über seine Zeit in München sagt er:

„The Ruffinihaus Creative Hub offered an inspiring and supportive ecosystem. The diversity of creative disciplines encouraged dialogue and opened the door to promising collaborations with local artisans, cultural institutions and design companies.“

Unterstützt durch Kreativ München erhielt er mit seinem Studio Carbone14 nicht nur Arbeitsraum und Zugang zu Netzwerken, sondern auch öffentliche Sichtbarkeit, unter anderem durch einen Vortrag am Institut Français zu ökologischen Herausforderungen im Design.

Für Julien markiert die Residency einen wichtigen Schritt:

„This Munich experience marks a significant milestone and paves the way for future international collaborations on the European design stage.“

Aurelia Pleyer in Paris: Arbeiten im Dialog
Die Münchner Produktdesignerin Aurelia Pleyer gestaltet funktionale Alltagsobjekte mit einem klaren, kontextbezogenen Designansatz. In Paris lebte sie im Kreativhaus Les Récollets und arbeitete bei Les Ateliers de Paris / BDMMA – einem zentralen Knotenpunkt der Pariser Designszene. 

Über ihre Residency sagt sie:

„Ich freue mich, die Pariser Designszene kennenzulernen, lokale Manufakturen zu entdecken und meine gestalterische Haltung in neuer Umgebung weiterzuentwickeln.“ 

In ihrem persönlichen Rückblick beschreibt sie die Zeit als intensiv und prägend: Der tägliche Austausch mit internationalen Designerinnen, die Unterstützung durch das Team von Les Ateliers de Paris sowie Kontakte u. a. zu Le FRENCH DESIGN by VIA, FORMÆ Magazine und Monoprix erweiterten ihr Netzwerk nachhaltig. Veranstaltungen wie MAISON&OBJET, Paris Design Week oder Paris Fashion Week ergänzten die Residency ebenso wie eine gemeinsam mit Julien Gorrias organisierte Table Ronde zu Design und internationalen Verbindungen.

 "Am wertvollsten war für mich der enge Austausch vor Ort – denn gutes Design entsteht im Dialog. Diese Offenheit habe ich in Paris täglich erlebt.“ 

Ein Modell mit Zukunft: Offen für neue Städte und Partner
„Visa Paris – Munich“ versteht sich als Pilotprojekt mit Modellcharakter. Es zeigt, wie wirkungsvoll bilaterale Residency-Programme sein können, wenn sie lokal verankert, kuratiert begleitet und international gedacht sind. Die positiven Erfahrungen auf beiden Seiten machen deutlich: Der Mehrwert entsteht nicht nur für die teilnehmenden Designer*innen, sondern auch für die beteiligten Städte, Institutionen und Netzwerke.

Links
BdMM Paris

Les Ateliers de Paris

Julien Gorrias

Aurelia Pleyer

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