Kultur- und Kreativschaffende gestalten die Stadt von morgen!

NEBourhoods - ein Prototyp für zukunftsfähige Stadtentwicklung in Neuperlach


Unser Pool der Künstler*innen und Kreativschaffenden spielt eine zentrale Rolle in diesem Projekt des New European Bauhaus. Spannende Akteur*innen aus allen Gewerken und Branchen bringen ihre transformatorischen Skills und ihren visionären Geist ein.

Pool der Kreativen

Das Neue Europäische Bauhaus in Neuperlach - warum?

Mit dem Projekt NEBourhoods wollen wir herausfinden und ausprobieren, ob und wie man aus der Breite der Gesellschaft heraus innovative Lösungen für den Übergang zur klimaneutralen, resilienten und zirkulären Stadt entwickeln kann. Dies tun wir an einem konkreten Ort, dem Stadtviertel Neuperlach, und gleichzeitig so, dass diese Lösungen anschließend auch in anderen Quartieren Münchens umgesetzt und darüber hinaus von anderen Städten in Europa reproduziert werden können.

Warum in Neuperlach?

Einerseits weil es in Neuperlach auf die drängendsten Fragen der klimaneutralen und zirkulären Stadterneuerung einiges zu tun gibt. Neuperlach ist als das größte deutsche Stadterweiterungsgebiet der Nachkriegszeit geplant und gebaut worden. Autozentriert mit übergroßen Straßen, großen energetisch wie barrierefrei sanierungsbedürftigen Wohnblocks, mit riesigen Bürogebäuden, die ihre Funktion verlieren, weiten semi-privaten und monokulturellen Grünflächen.

Andererseits ist Neuperlach ein Quartier, das ursprünglich viel utopischer gedacht war, als es umgesetzt wurde. Für manches war die Zeit einfach noch nicht reif, gleichzeitig führte gerade die lange Bauzeit des 1100 ha großen Gebiets zu städtebaulichen Inkonsistenzen. Aber dennoch gibt große Potentiale, an denen NEBourhoods anknüpft.

Neuperlach hat mindestens drei große Stärken. Es ist grün. Es ist in allen Flächen ein großzügiges Quartier – in der Höhe und in der Breite. Und die Menschen, die dort leben und arbeiten, identifizieren sich besonders stark mit ihrem Stadtteil – gerade auch weil es sehr hartnäckige und sehr klischeehafte Ghetto-Vorstellungen von Neuperlach in den Köpfen vieler Münchner gibt.

Genau diese Bindung der Menschen an den Ort, an dem sie leben, braucht es, wenn er sich angesichts der Gründe für die Klimakrise und ihrer Folgen zukunftsfähig verändern soll. Schließlich geht es dabei um weit mehr als die Reparatur unserer ge- und verbauten Umwelt durch rein technologische Lösungen. Nur wenn diese Veränderung nicht nur technisch funktioniert, sondern gleichzeitig als etwas Positives, Greifbares und Wünschenswertes erfahren und mitgestaltet werden kann, werden Menschen sie in ihre Lebensgewohnheiten und -entscheidungen einbeziehen. Erst dann wird die grüne Transformation zu einer neuen Kultur des Zusammenlebens und Wirtschaftens.

So eine der Grundannahmen der New European Bauhaus Initiative und eine komplexe Herausforderung, für die es sich lohnt, einen neuen Ansatz in der Stadtentwicklung zu entwickeln und zu testen.

Stadtentwicklung mit Künstler*innen und Kreativschaffenden - warum?

Kultur und Kunst sind mächtige Instrumente, um wichtige soziale und gesellschaftliche Themen unserer Zeit aufzugreifen und ins Bewusstsein der Menschen zu rücken. Überall auf der Welt sind Künstler*innen und Kreative zugleich Aktivist*innen, Forscher*innen und Philosoph*innen. Mit ihrer Arbeit und ihren Aktivitäten fordern sie die Menschen auf, ihr Bewusstsein zu schärfen und sich an Debatten zu beteiligen. Sie können sich besonders gut in verschiedene Gruppen von Menschen einfühlen und experimentieren mit Prozessen, um ihre Ziele zu erreichen.

Doch sie sind nicht nur unverzichtbar als Akteur*innen des Empowerments. Bereit, Risiken einzugehen und Ungewissheit auszuhalten, erkunden sie das Unbekannte auf spielerische Weise und mit visionärem Einfallsreichtum. Kreativschaffende sind Expert*innen für komplexe Herausforderungen und treibende Kraft in offenen Innovationsprozessen.

Im Projekt NEBourhoods braucht es beides – das ermutigende genauso wie das mutige Möglichkeitsdenken von Künstler*innen und Kreativschaffenden. Einerseits um Brücken zu bauen und begehbar zu machen zwischen allen an der Umsetzung des Projekts beteiligten Menschen (aus Bürgerschaft, Zivilgesellschaft, Verwaltung/Politik, Wirtschaft und Wissenschaft), andererseits um bei den zu entwickelnden Lösungen zu einer im Sinne des Neuen Europäischen Bauhauses neuen Qualität von Innovation zu kommen.  Zu Lösungen für eine durch die Reflektion auf gestaltgebende Vorgänge nachhaltigen und inklusiven Lebenswelt – das ist gemeint mit den drei Leitwerten der Initiative: beautiful, sustainable, together.

NEBourhoods - der Pool der Kreativen

NEBourhoods bietet Künstler*innen und Kreativschaffenden die Möglichkeit, zu einheitlichen und angemessenen Tagessätzen im Projekt mitzuarbeiten. Sie setzen keine eigenen Projekte im Rahmen von NEBourhoods um, sondern kommen in Reallaboren als Katalysatoren der co-kreativen Prozesse zum Einsatz. Aus diesen sollen im Sinne des Neuen Europäischen Bauhauses innovative, anschluss- und tragfähige Prototypen und Gründungen entstehen als Startpunkte für den Übergang des Stadtteils in eine klimaneutrale und klimaresiliente sowie zirkuläre Zukunft. 

Den aktuellen Pool der Kreativen möchten wir Ihnen im Folgenden gerne vorstellen:

Silvia Angel (bis Oktober 2023)

"Ich bin Erzählkünstlerin und und Facilitator für soziale Innovationen und bewege mich mit meinen Projekten zwischen Hochschulen und Trainings, Unternehmertum und Organisationsentwicklung, Sozialwirtschaft, Kleinkunst und Coaching. Durch StoryWisdom entstehen lebhafte und anziehende Zukunftsszenarien, in denen die Stadt und das Leben nicht als vorbestimmt und unveränderbar erscheinen, sondern Bürger*innen ihren Lebensraum selbst zu evaluieren, Visionen dafür entwickeln und Neuerungen angehen können."

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Alina Belyagina

"Ich bin Punk und Moderatorin, zeitgenössische Tänzerin, Performerin und Choreografin, Emigrantin und Feministin. Ich erschaffe poetische Bildern, Bewegungen und Diskussionen. Zeitgenösischer Tanz ist nicht nur eine künstlerische, sondern auch eine soziale und kollektive Praxis."

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Benjamin Calliari-Herzberg

"Ich bin freiberuflicher Künstler und arbeite viel im öffentlichen Raum, um Fassaden zu gestalten. In meiner DNA befindet sich also der Drang mein Umfeld aktiv mitzugestalten. Ich möchte mit meiner Erfahrung und meinem Blick als Graffiti-Artist Neuperlach und die Stadt München lebendiger gestalten."

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Maja Das Gupta

"Ich bin Theatermacherin und Hörspielautorin und produziere mobile Stücke. Eines meiner Ziele ist, in der migrantischen Gesellschaft Personen sichtbar zu machen, die übersehen werden. Eine Stadt kann nur integrativ und inklusiv sein, wenn ihre Bewohner*innen dies sind. Daher interessieren mich Formate, die Menschen durch Kunst zusammen bringen."

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Anna Diermeier

"Ich bin Produktdesignerin mit dem Spezialgebiet Farb- und Materialdesign. Für Unternehmen gestalte ich neue Produkte mit Mehrwert aus ungenutztem Material. Meine Vision: Durch Upcycling und nachhaltiges Design gezielt Ressourcen einsparen und das Prinzip der Kreislaufwirtschaft unterstützen, um einen positiven Impact auf das Klima zu erzielen. Für die Zero Waste Stadt."

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Sarah Dorkenwald

"Als Designerin entwerfe ich diskursive und partizipative Formate. Dabei nutze ich Methoden und Herangehensweisen aus dem Design, um gesellschaftlich relevante Themen erlebbar und verhandelbar zu machen. Mit meiner Arbeit möchte ich Verbindungen zwischen unterschiedlichen Perspektiven und Interessen befördern sowie Grenzbereiche und Freiräume im Stadtraum erproben."

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Tugba Ercan

"Ich bin Architektin und beschäftige mich neben den klassischen Gewerken künstlerisch mit dem Leben und Wohnen in der Großsiedlung, ein ständiges Erforschen und Entdecken, ein Stadtlabor mit verschiedensten Lebenswelten, in dem eine neue Perspektive auf städtebauliche Potentiale entsteht."

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Enrica Ferrucci

"Ich bin Architektin und Baukulturvermittlerin. Das Räumliche, um das sich alle meine Projekte in der Essenz drehen, spricht eine eigene Sprache und kennt keine Barrieren. Damit komme ich in jeden Kopf. Mir ist es wichtig, Interesse und Spaß an Baukultur zu erzeugen. Und Selbstvertrauen. Damit wir alle in Zukunft anders – aufmerksamer – mit unserer gebauten Umwelt umgehen. Und Stadtentwicklung auf dieser Basis voranbringen: gemeinsam und kreativ."

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Susana Frau

"Ich mache Marken stark. Mit meinem strategischen Design verfolge ich vor allem ein Ziel: Ich will Menschen und Marken wirkungsvoll bewegen. Design ist Veränderung, denn es zeigt Wege auf, schöpferisch mit Komplexität umzugehen. Ich will München zu einem grünen, vielfältigen und lebenswerten Ort gestalten."

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Max Haarich

"Ich bin künstlerischer Forscher mit Fokus auf neue Technologien wie KI und Blockchain. Ich engagiere mich für die weitere Stärkung von Gemeinschaftssinn und Eigenverantwortung der BewohnerInnen. Ich bringe Expertise zu sozialen Transformationsprozessen mit sowie Kompetenz in der Entwicklung von Narrativen und Strategien für Veränderung."

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Ruth Hahn (bis Oktober 2023)

"Ich bin bildende Künstlerin in unterschiedlichsten Communitys und Kollektiven unterwegs, geschult im räumlichen Denken, arbeite politisch, habe Kontakt zu allen sozialen Schichten und ein unstillbares Interesse an Menschen und ihre Sicht auf die Welt. Kultur und politische Teilhabe sind für mich das Herzstück von Stadtentwicklung."

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Michael Heiduk

"Ich bin Schauspieler, Artist, Zirkus- und Theaterpädagoge. Mein Anliegen ist es, Räume in der Stadt zu finden und zu kreieren, in denen man sich bewegt begegnet, in denen Bewegungen angestoßen werden. Und Brückenschläge zwischen unterschiedlichen Disziplinen."

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Laura Maria Höpfner

"Ich bin als Architektin freiberuflich in unterschiedlichen Kontexten und Konstellationen in und zwischen Architektur, (Social)Design und Stadtgestaltung tätig. Mit dem Verständnis von Stadt als gemeinsamer Ressource, möchte ich zu einer sozial sowie ökologisch gerechteren Verteilung von Raum und einem stärkeren Bewusstsein für die Verantwortung jeder und jedes Einzelnen für die aktive Mitgestaltung beitragen und dafür Handlungsspielräume öffnen. Vom Denken ins gestalterische und handwerkliche Tun kommen, so dass Stadt gemeinschaftlich anders gedacht und gemacht wird!"

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Jennifer Keusgen

"Ich bin forschende Textildesignerin und konzipiere, gestalte und entwickle anwenderorientierte Lösungen im Textildesign, Modedesign und E-Textiles-Design. Ich habe großes Interesse daran, dass mein bevorzugtes Habitat - die Stadt - auch in Zukunft noch lebenswert ist bzw. lebenswerter wird und einen gesunden Lebensraum für alle Lebewesen bietet."

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Christine Krauss

"Ich bin Goldschmiedin und Designerin und gestalte Formate für die essbare Stadt. Ich verbinde globale Lebensmittel-Techniken und Methoden mit unseren regionalen Produkten und arbeite an der Integration von essbaren Wildpflanzen in unsere Ernährung. Essen vor der Haustür, einfach so, für alle zugänglich. Neue Perspektiven und ein anderer Umgang mit unserer Stadt durch zukunftsweisenden Projekte, die schmecken und verbinden."

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Raphael Krome

"Als strategischer Designberater fokussiere ich relevante Fragen für den Mobilitätswandel in Form von Konzeptentwicklung und Designprozessen. Außerdem erarbeite ich partizipartive Projekte im öffentlichen Raum. Aufbauend auf Bedürfnissen von Anwohner:innen und existierendem Stadtteilwissen entstehen mit Strategien aus Kunst u. Design vielfältige Projekte. Für die Stadt als lebenswerten Ort."

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Janine Mackenroth

"Als bildende Künstlerin interessieren mich die Dinge, die noch nicht umgesetzt worden sind und unserer jetzigen Gesellschaft fehlen. Ich bin ich fasziniert über das Potenzial der Neugestaltung von Stadt und Stadtgesellschaft. Denn das, was uns umgibt, uns im Alltag begegnet, das formt unsere Gedanken und damit unsere Handlungen. Eine neue Umwelt führt zu einem neuen, hoffentlich zukunftsfähigen und enkeltauglichen Denken."

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Stephanie Maier

"Ich bin Medienkünstlerin, Autorin, Regisseurin und Dozentin für freie Workshopformate in der kulturellen Bildung (IMAL). Die Utopie einer anderen Gesellschaft, die Stadt als sozialen Raum begreift und größere Chancengleichheit verspricht, ist für mich lebenswert und dafür möchte ich mich kreativ engagieren. Soziale Skulpturen, interaktive Formate und die bildhafte Umsetzung von Erzählungen sind die künstlerischen Praktiken, aus denen ich schöpfe."

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Ralf Otto

"Ich entwickele Tanzprojekte für Alle und möchte mitwirken, eine Stadt zu schaffen, die niemanden isoliert. Dort wo dies gelingt, entstehen inklusive Orte. Man spiegelt mir, dass ich über eine besondere Art des vernetzten Denkens verfüge. Und es bereitet mir ein besonderes Vergnügen, Menschen, Dinge, Ansichten zusammenzubringen, die normalerweise eher nicht zusammenwirken."

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Juergen Reiter

"Ich bin Musiker. Ich komponiere Musik, führe und nehme Musik auf. Solo und mit anderen. Ich habe das Glück, diese Leidenschaft als meinen Beruf zu leben. Die bewusste Integration von Klang und Musik in die Stadtentwicklung kann dazu beitragen, inspirierende und lebendige Umgebungen zu schaffen, die kulturelle Vielfalt der Stadt zu feiern und Menschen zusammen zu bringen."

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Mattias Schelbert

"Ich bin Kommunikationsdesigner und arbeite an der Schnittstelle vieler Disziplinen, die ich in meine Konzeption einfließen lassen kann. Von visueller Kommunikation bis zu Erlebnisräumen. Ich möchte mit klarer Kommunikation, Identifikation für das Ziel der Stadtentwicklung und ihrer Maßnahmen stiften. Nur wenn Akteure verstehen, worum es geht und sie das gleiche Ziel haben, entsteht eine zukunftsfähige Umsetzung. Mir geht es darum, Menschen zu befähigen, selbst an Ideen zu arbeiten."

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Richard Schleich

"Als Architekt ist Stadtgestaltung und die Beschäftigung mit dem Wohn- und Lebensumfeld Stadt ein wesentlicher
Aspekt meiner Arbeit. Diese im Dialog mit Bewohnern und Nutzung des Stadtumfeldes zu diskutieren, zu erarbeiten
gehört zu meinem beruflichen Leitbild. Dies als Künstler mit bildender Kunst zu verbinden und Visionen über die übliche Startplanung hinaus zu finden ist mein Anliegen. In künstlerischen Zwischennutzungen, Ausstellungen, Bildbänden, Workshops mit Geflüchteten und Menschen unterschiedlicher Herkünfte. Kunst als Transportmittel für Zukunftsvisionen erstmal offen, ohne wirtschaftliche Einschränkungen."

Jörg Sellerbeck

"Ich wirke überwiegend als freier Konzeptioner für Live-Kommunikation. Meine Spezialität ist die gustatorische Szenografie. Dabei kreiere ich Begegnungen im Spannungsfeld von Kommunikation und Kulinarik. Mich interessiert die Komplexität von Stadt und Stadtgesellschaft insbesondere die essbare Stadt. Schön wäre es, wenn mein kreatives Schaffen ein lebens- und liebenswürdigen Miteinander bewirken und zu bereichernden Begegnungsqualitäten führen wird."

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Helen Simon (bis Oktober 2023)

"Ich bin Regisseurin und mache Dokumentarfilme, in denen ich versuche, ungesehenen Menschen und Themen eine Stimme zu geben, Narrationen zu schaffen, die zum Herz einer Angelegenheit vordringen und Menschen nachhaltig berühren. Die Formen unseres Zusammenlebens werden sich in Zukunft durch den Klimawandel ändern. Gerade eine Diversität der Lebenswelten durch verschiedene Kulturen und Sozialschichten wird, meines Erachtens, eine lebenswerte Zukunft schaffen. Mich interessiert, wie dieses Gestalten von verschiedenen Interessensgruppen und Bedürfnissen im urbanen Umfeld gelingen kann."

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Sandra Singh

"Ich bin freischaffende Fotografin, bildende Künstlerin und Kunstpädagogin. In meinen künstlerischen Arbeiten beschäftige ich mich mit Migration, Grenzpolitik und ihren sozialen sowie politischen Auswirkungen auf die Gesellschaft. Grenzpolitik, Rassismus, Verteilung von Reichtum und Ressourcen sowie Klimagerechtigkeit sind eng miteinander verknüpft. All diese Aspekte entfalten ihre Wirkung auch in einem Stadtgefüge, besonders wenn es um Veränderungen geht. Eine enge, respektvolle Zusammenarbeit, Zuhören und Austausch mit Anwohnern und ergebnisoffenes Arbeiten halte ich dabei für besonders wichtig."

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Adrian Sölch

"Als ausgebildeter Bildhauer gestalte ich kultursoziale und partizipative Projekten im öffentlichen Raum. Ich stehe ein für eine grundlegende Veränderung des öffentlichen Raums. Weg vom Konsumzwang und restriktiven Reglementierungen, hin zu einem Ort, der die Menschen zur eigenverantwortlichen Selbstgestaltung und Partizipation einlädt. Dahin können wir gelangen durch gemeinsames Handeln an der Schnittstelle von Kunst, Architektur, Pädagogik und kollektiver Praxis."

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Patrik Thomas

"Ich bin Filmemacher, Medienkünstler und ein wenig Computer-Geek. Mich interessiert wie sich künstlerische Formen, aktivistische Formen und das Entrepreneurship auf kreative Weise verbinden lassen. Grundsätzlich agiere  ich für eine polyphone faire Gesellschaft der Mitbestimmung, die mit viel Toleranz, Mut und Experimentierfreude einen möglichst vielfältigen öffentlichen Raum möglich macht."

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Anna Eva Várnai

"Ich bin Designerin und Psychologin, habe für Firmen, NGOs und den öffentlichen Sektor im Bereich User-Experience und Design-Research gearbeitet. Aktuell widme ich mich freiberuflich dem Gebiet der regenerativen Transformation und der Wechselwirkung von innerem & äußerem Wandel. Städte und Stadtgesellschaften sind lebendende Experimentierräume. Hier können wir ausprobieren und gemeinsam gestalten, wie wir leben wollen: Kreativ, lebensbejahend, regenerativ! In urbanen Ökosystemen können wir die Herausforderungen unserer Zeit beobachten & Interventionen gestalten. Das kann gelingen durch aktives, respektvolles, offenes Zuhören und emergente Begleitung von Transformationsprozessen sowie das ko-kreative Erarbeiten von Ideen, Visionen & Konzepten."

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David Westphal

"Ich bin Lyriker, Radiomacher und Akustikkünstler. Über Grenzen hinaus zu wildern spornt mich im Denken und in meiner Kunst an. Deshalb vereine ich in meinem Schaffen die Arbeit an einer Theaterbar, die Schriftstellerei und das Fahren als Radkurier, und verhelfe der lebendigen Subkultur in München im freien Radio zu Wort."

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NEBourhoods - das Projekt

Zusammen die nachhaltige Stadt von morgen gestalten – wie kann das gelingen? 

Wenn wir vor Ort möglichst viele innovative Kräfte zusammenbringen und daraus ein produktives Ganzes machen, das mehr ist als die Summe seiner Teile – so die Antwort von NEBourhoods auf diese Frage.

Das Projekt hat drei Bausteine:

  1. Ein Ensemble von 10 Pilotvorhaben, die eine große Bandbreite an Nachhaltigkeitsthemen abbilden: vom zirkulären Bauen, Arbeiten und Wirtschaften bis zu Grünraum und Ernährung, von regenerativer Energie und Mobilität bis zu Jugendkultur im öffentlichen Raum und multifunktionaler Nutzung von Bauwerken. Diese wurden vorbereitet von zentralen Akteur*innen des Münchner Innovationsökosystems (Hochschulen, NGOs und Unternehmen).
  2. Orte und Formate für unternehmerisches Denken und Handeln, die in einem nicht hochschulgeprägten Stadtteil funktionieren und die eingebracht werden durch Start-up-Plattformen von  Münchner Hochschulen. Einerseits als Angebote unternehmerischer Bildung sowohl für Bürger*innen mit Gründungsideen als auch für Unternehmen mit Innovationsbedarfen. Andererseits als Testbed für Start-ups, die ihre Lösungen für urbane Herausforderungen in Neuperlach testen und für Neuperlach einsetzen.
  3. Eine Drehscheibe für das gemeinsame Gestalten des Übergangs zu einem klimaneutralen und -resilienten Stadtteil, genannt Transition Hub.

    Hier bilden sich Teams mit
  • motivierten Menschen, die in Neuperlach leben und/oder arbeiten
  • Menschen aus den vier Sektoren Zivilgesellschaft, Verwaltung/Politik, Wirtschaft und Wissenschaft und 
  • ausgewählten Künstler*innen und Kreativschaffenden

    und arbeiten gemeinsam
  • in regelmäßigen Abständen tageweise in Workshops und Real-Laboren
  • mit vielfältigen Methoden
  • ergebnisoffen und zugleich fokussiert
  • an konkreten Problemstellungen

mit dem Ziel

  • die 10 Pilotvorhaben in realen Gemeinschaften und an realen Orten in Neuperlach zu verankern,
    nochmal neu zu definieren und sie zu anschlussfähigen Prototypen zu machen und
  • für Bauhaus relevante Herausforderungen, die dabei entstehen, so konkrete Projektideen zu formulieren,
    dass daraus tragfähige soziale, grüne oder kulturelle Geschäftsmodelle oder Gründungen entstehen können.

Das Neue und Herausfordernde an dieser Vorgehensweise ist die Initiierung eines tiefgreifenden Lernprozesses in der Breite, für alle Beteiligten, der sich im Tun vollzieht und sich im Stadtteil zu innovativen Umfeldern und Gemeinschaften im Sinn des Neuen Europäischen Bauhaus verdichtet – NEBourhoods eben.

Der Transition Hub wird entwickelt und umgesetzt von M:UniverCity, dem Innovationsnetzwerk der Hochschule München, und dem Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft.

https://www.nebourhoods.de/

https://www.linkedin.com/company/creating-nebourhoods-together/about/

New European Bauhaus

Die EU-Kommission hat die New European Bauhaus Initiative (NEB) ins Leben gerufen, mit der aus der ganzen Gesellschaft heraus Lösungen zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele gefunden werden sollen (European Green Deal).

Wie man diese Idee als kulturellen Prozess umsetzen kann, sollen fünf Leuchtturm-Projekte innerhalb der nächsten zwei Jahre zeigen - richtungsweisend für andere Städte und Regionen. München hat mit einem von der Stadt zusammengebrachten lokalen Konsortium den Zuschlag für ein solches Leuchtturm-Projekt erhalten.

Was mit den drei Leitwerten gemeint ist, die die Initiative für sich formuliert, beautiful, sustainable, together – also Ästhetik, Nachhaltigkeit und Inklusion, klärt sich in dem iterativ aufgesetzten Think&Do Tank missionsorientierter Politik immer wieder aufs Neue und in verschiedenen Projektbeispielen und Formaten der Beteiligung.

Das Concept Paper des NEB High-Level Round Table

Der NEB Compass

Die New European Bauhaus Awards

Das New European Bauhaus Festival

NEBourhoods Ansprechpartner*innen im Kompetenzteam

Christina Schepper-Bonnet 

transitionhub@nebourhoods.de